«Wir können mit Stolz sagen,
das grösste Produktportfolio an Designermöbeln
in der Schweiz anbieten zu können»

Wer seine Wohnung oder Büroräumlichkeiten mit Designermöbeln aufwerten möchte, findet diese bei Goodform. Kein anderer Schweizer Online-Designermöbelhändler bietet seinen Kundinnen und Kunden eine derartige Vielfalt. CCO Anna-Lena Minkler spricht im Interview darüber, wie sie Arbeitgebern hilft, die Mitarbeitenden wieder aus dem Homeoffice zu locken, die Möbeltrends 2023 – und was sie persönlich derart an ihrem Job liebt.

Must-have 2023

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  Anna-Lena Minkler
  CCO – Goodform

Frau Anna-Lena Minkler, Sie sind bei Goodform als Chief Commercial Officer tätig. Wer sind Sie und was machen Sie da?
Ich bin für unser Angebot zuständig – das bedeu- tet fürs Marketing, unser Sortiment, den Umsatz, die User Experience unserer Shops und das B2B-Geschäft. Ich konnte mich schon immer für digitales Wachstum begeistern und habe eine Vorliebe für Interior Design. Ich liebe es, bei Goodform beides verbinden zu können.

Sie bekleiden also Ihren absoluten Traum- Job. Was ist die Vision, die Sie antreibt?
Ich möchte die Welt der Designermöbel erfahr- und entdeckbar machen. Für unsere Bestandskundin- nen und -kunden als auch neue Kundengruppen, die sich jetzt dem Online-Handel zuwenden. Es gibt viele prominente Marken mit starken, zeitlosen Designs. Dank unserer Onlinewelt ist es uns mög- lich, die Vielfalt solcher Marken wie Vitra oder Hay abzudecken und gleichzeitig auch sehr schnell und einfach neue, innovative Designer hinzuzunehmen. So können wir unseren Kundinnen und Kunden die Vielfalt der Designer-Möbelwelt näherbringen.

Die Möbelbranche ist ein stark besetztes und umkämpftes Feld. Was ist Ihrer Meinung nach das Geheimnis, um sich langfristig durchsetzen zu können?
Ich denke, wenn es um Designer-Möbel geht, liegt der Schlüssel tatsächlich in der bereits ange- sprochenen Vielfalt. Da es Goodform schon seit 2008 gibt, können wir von langjährig aufgebau- ten Beziehungen zu Herstellern profitieren. Wir können deshalb mit Stolz sagen, das grösste Pro- duktportfolio der Schweiz anbieten zu können.

Und der pure Online-Handel steht Ihnen dabei nicht im Weg?
Im Gegenteil! Offline könnten wir diese Viel- falt niemals abbilden. Da wir Designermöbel füh- ren, können sich Kundinnen und Kunden auf eine hochwertige Qualität verlassen – oft ken- nen sie sogar bereits viele der Klassiker. Sie müs- sen diese also nicht zuerst physisch begutachten. Das grosse Plus: Preislich lässt sich unser Ange- bot oft gleich oder sogar attraktiver gestalten.

Das bedeutet, Inneneinrichter, die ihre Kundinnen und Kunden noch in der realen Welt beraten, sterben bald aus?
Absolut nicht. Wir sehen, dass der Bedarf an Unter- stützung sogar noch wächst. Viele unserer Kundinnen und Kunden wünschen sich bestimmte Designerstücke, benötigen aber dennoch Hilfe bei der Zusammenstel- lung. Vielen fehlt auch schlicht und einfach die Zeit dazu. Ausserdem gibt es inzwischen viele Inneneinrich- ter, die ihre Beratungs-Services auch online anbieten.

Sprechen wir über die aktuellen Trends in der Möbelbranche. «Work from Home» war das grosse Stichwort der letzten Jahre. Inwiefern ist und war das in der Möbelbranche zu spüren?
Auch wir haben diesen Trend definitiv gemerkt. Ange- fangen hat es mit der gestiegenen Nachfrage an Büro- möbeln für das Homeoffice, insbesondere komfor- table Bürostühle oder Tische. Wir haben aber auch abseits des Homeoffices gemerkt, dass unsere Kun- dinnen und Kunden mehr Zeit zu Hause verbringen. Viele hatten das Bedürfnis, in dieser Zeit die eige- nen vier Wände mit neuen Möbeln aufzuwerten.

Ist das noch immer ein Thema?
Ja, wir verspüren allerdings bereits wieder einen neuen Trend. Aktuell erhalten wir nämlich ver- mehrt Anfragen von Geschäftskunden oder Innen- einrichtern für die Neumöblierung von Büros.

Weshalb sollte das nötig sein? Geht die Tendenz nicht sowieso in Richtung Homeoffice?
Doch, genau deshalb möchten Arbeitgeber ihre Mit- arbeitenden mit einer inspirierenden und komfortab- len Büroeinrichtung wieder zurück ins Büro locken. Aktuell sehen viele keinen Mehrwert darin, das komfortable Homeoffice zu verlassen. Darunter lei- det allerdings das Teamgefühl und auch die Loyali- tät gegenüber dem Arbeitgeber. Neumöblierungen der Büros sollen wieder für mehr Präsenz sorgen.

Wie nimmt sich Goodform diesem Trend an?
Wir haben den Trend erkannt und sofort reagiert. Aktuell bauen wir unseren Fokus auf das B2B-Geschäft aus. Mit gesonderten Leistun- gen und Konditionen für Geschäftskunden.

Möchten Arbeitgeber ihre Büros attraktiver gestalten, ist das ja jeweils auch ein schmaler Grat. Schliesslich soll in den Büros immer noch gearbeitet werden und die Räumlichkeiten nicht zu einem Freizeittreff verkommen. Was raten Sie als Expertin?
Setzt man sich damit auseinander, lässt sich das gut ver- einbaren. Wir bei Goodform haben uns ebenfalls auf ein hybrides Arbeitsmodell geeinigt. Das bedeutet, dass wir grundsätzlich im Homeoffice arbeiten, uns aber min- destens zweimal im Monat für einige Tage zusammen- setzen. Ich denke, hier ist es durchaus hilfreich, dies in einer inspirierenden und komfortablen Atmosphäre zu tun. So freuen sich alle auf eine «Wohltat» fürs Auge und den Geist, auch wenn man zu diesem Treffen etwas länger anreisen und das Homeoffice verlassen muss.

Lassen Sie uns bei den Trends bleiben: Das Jahr 2023 steht vor der Tür: Wohin geht die Reise in der Möbelbranche?
Ein Trend, der sich auch durchs nächste Jahr ziehen wird, ist der Fokus auf Nachhaltigkeit. Bei Endkunden, die Produkte mit nachhaltigen oder recycelten Materia- lien oder einem umweltfreundlichen Herstellungspro- zess schätzen. Aber auch bei Herstellern, die beispiels- weise gesonderte Designs oder Kollektionen entwerfen. Wir spüren den Trend der Nachhaltigkeit aber auch in unserem B2B-Geschäft, auch hier ist die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten gross. Wir haben uns deshalb vorgenommen, es unseren Kundinnen und Kunden nächstes Jahr noch einfacher zu machen, nach- haltigere Produkte in unserem Shop zu identifizieren.

In welchen Bereichen ist den Kundinnen und Kunden denn Nachhaltigkeit am wichtigsten?
In der Kette spielen auf jeden Fall die Hersteller eine grosse Rolle. Hier gehts um Herstellungsprozesse oder die Verwendung und Beschaffung der einzelnen Mate- rialien. Auch wir bei Goodform wollen aber mit gutem Beispiel vorangehen und uns nachhaltig aufstellen. So achten wir beispielsweise darauf, unsere Reisen mit dem Zug zu unternehmen oder ein kleines Office zu nutzen. Ausserdem bieten wir in unserem Shop viele hochwertige Designerstücke an, welche den Vorteil haben, besonders langlebig zu sein. Dazu sind sie zeit- los im Design. Mich befriedigt es enorm, zu wissen, dass unsere Kundinnen und Kunden viele Jahre Freude an ihren Möbelstücken haben werden. Nicht selten haben solche Stücke auch noch ein «zweites» Leben und werden an die nächste Generation weitergegeben.