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1946/ 1947, etwa zur gleichen Zeit, war sie außerdem als Chefredakteurin der Architekturzeitschrift "Casabella-Construzioni" tätig.
Bereits zu ihrer Studienzeit trat Anna Castelli Ferrieri in Kontakt zu namhaften Personen wie Le Cobusier. Vor allem ließ sie sich aber durch Franco Albini inspirieren, der einer der wichtigsten Vertreter des italienischen "Razionalismo" war und dessen strenger Minimalismus Anna Castelli Ferrieri nachhaltig prägte.
1949 gründete ihr Ehemann Giulio Castelli, ein Chemiker der mit dem Nobelpreisträger Giulio Natta studiert hatte, den Möbelhersteller Kartell. Als Architektin entwarf Anna Castelli Ferrieri 1966 das Kartell-Gebäude in Binasco und wurde trat dem Unternehmen als Designberaterin bei. 1976 bis 1987 war sie Art Director von Kartell. Weltweit bekannt wurde Anna Castelli Ferrieri mit dem Baukastensystem „Componibili“ (1973), das mit dem deutschen Bundespreis Gute Form ausgezeichnet wurde, sowie dem Polypropylenstuhl No. 4870 (1979), für den sie den höchsten italienischen Designpreis, den "Compasso d´Oro" entgegennehmen durfte.
Ab 1984 war Anna Castelli Ferrieri Dozentin am Mailänder Polytechnikum, sowie drei Jahre später auch an der Domus Academy. 1988 beendete sie ihre offizielle Tätigkeit für Kartell und entwarf in den 1990ern diverse Einrichtungsgegenstände für Unternehmen wie Sambonet, Arflex oder Ycami.
Anna Castelli Ferrieri zählt neben Pier und Achille Castiglioni, Gae Aulenti, Ettore Sottsass oder Joe Colombo zu den bedeutensten Designern der italienischen Nachkriegszeit. Ihre Entwürfe weisen einen schlichten aber sachlichen Stil auf, überzeugen aber ebenso durch Praktikabilität, Serienherstellung und Preiswürdigkeit der Produkte. Einige ihrer Werke sind heute in den wichtigsten Museen der Welt zu sehen, wie bspw. im MoMA in New York.
Am 22. Juni 2006 starb Anna Castelli Ferrieri im Alter von 85 Jahren in Mailand.








