Mies van der Rohe

Mies van der Rohe
Ludwig Mies (Künstlername „van der Rohe“) wurde 1886 in Aachen geboren und starb 1969 in Chicago.

Nach einer Lehre als Steinmetz studierte Mies van der Rohe in Berlin und arbeitete zwischen 1908 und 1911zusammen mit Walter Gropius und Le Corbusier im Architekturbüro von Peter Behrens.

1913 eröffnete er in Berlin ein eigenes Architekturbüro und schuf nach Ende des Ersten Weltkriegs spektakuläre Entwürfe für Hochhäuser, die durch ihre verglasten Außenfassaden bestachen.

Für die Weltausstellung 1929 in Barcelona entwarf Mies van der Rohe den deutschen Pavillon.

1937 emigrierte er in die Vereinigten Staaten und gründete ein eigenes Architekturbüro in Chicago.

Von 1946 bis 1959 schuf Mies van der Rohe in den USA viel beachtete Bauten wie Haus Farnsworth in Illinois, die Lake Shore Drive-Appartements in Chicago, die Crown Hall in Illinois oder das Seagram Building in New York.Für die Stadt Berlin entwarf er Anfang der 60er-Jahre die Neue Nationalgalerie.

Als Möbeldesigner schuf Mies van der Rohe 1927 den berühmten Freischwingersessel „B 42“ aus nahtlosen, kalt gezogenen Stahlrohren. Er wurde später von Tecta und in Abwandlungen bei den Firmen Knoll und Thonet produziert.1929 fertigte Mies für den deutschen Pavillon in Barcelona den „Barcelonasessel“ (bei Knoll), den „Barcelonahocker“ und die „Barcelonaliege“.

Ebenfalls 1929 entwarf Mies van der Rohe den hinterbeinlosen Sessel „Brno 2“ (bei Knoll). Als weitere Entwürfe sind u.a. der „Weißenhofsessel“, der „Verstellbare Liegestuhl“, der „Beistelltisch“ mit Rauchglasplatte und die „Couch“ zu nennen.

Mies van der Rohe erhielt zahlreiche internationale Designpreise, wie beispielsweise den Preis der Schönen Künste der Stadt Berlin (1961) oder die Goldmedaille des Bundes deutscher Architekten (1966).



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