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Verwandlung der Breuer-Kommode
In Anlehnung an Marcel Breuers Kommode S43 von 1924/27, stapelte Florian Borkenagen in seinem Kommodenentwurf S41-2/S43-2 neun bzw. sechs Schubladen und stattete jede Einzelne mit einem individuellen Griff aus – eine humorvolle Interpretation des Schwarzweißwechsels der originalen Breuer-Kommode.
Die strenge und geradlinige Kommode beeindruckt besonders durch ihre verchromte, spiegelnde Oberfläche, die sie in jedem Licht und jeder Wohnsituation anderes erscheinen lässt. Die an drei Seiten eingefasste Ablage aus schwarzem Glas setzt einen edlen Kontrast. Die seitlichen Griffe deuten die Beweglichkeit der auf Rollen gelagerten Kommode an und verweisen so auf die Leichtfüßigkeit des monolithisch anmutenden Möbels.
Die Arbeiten Borkenhagens bewegen sich bewusst an der Schnittstelle von Kunst und Design. Seine Skulpturen laden häufig zur Interaktion ein, während seine Entwürfe im Möbel- und Interiordesign oft skulpturalen Charakter haben.