Quinze & Milan

Quinze & Milan
Wer Quinze & Milan hört, denkt an die Mailänder Möbelmesse, an aufregendes italienisches Design. Fehlgeraten: die innovativste Gestaltung in Sachen Kunststoffmöbeln kommt aus Kortrijk, einem Nest im belgischen Flandern.



1999 startet Arne Quinze nach dem Besuch eben dieser Mailänder Möbelmesse mit seinen eigenen Entwürfen. Ein Querkopf schon in jungen Jahren – seine Graffiti sprühenden Streetkid-Erfahrungen sind schon legendär – scheren ihn Konventionen im Möbel-Design nicht. Er möchte sich nicht den hiesigen Möbelherstellern anbiedern und gründet seine eigene Firma: Quinze & Milan. Kennzeichnend ist der leidenschaftliche Hang zu und die immense Entwicklung für einen Kunststoff: Polyurethan. Das urheberrechtlich geschützte »QM Foam« ist ein Polyurethan-Schaum, der durch Aufsprühen weiterer Deckschichten veredelt wird, sodass eine lederartige Oberhaut entsteht. Steht am Anfang der bizarre »Tag'liatelle Chair«, der aus breiten Polyurethan-Bändern hergestellt aussieht, als ob eine überdimensionierte Gabel bunte Bandnudeln zu knautschigen Sesseln aufgedreht hat, besticht die neue Kollektion durch geradliniges Design. Die »Primary« Möbel-Serie von Quinze & Milan zeichnet sich durch ihre lasergeschnittenen Kanten aus, die jeden Sessel oder Pouf an simple Beton-Möbel erinnern lassen. Die Leichtigkeit und die Robustheit des weichen, aber formstabilen Materials »QM Foam« überzeugt jeden, der einmal sich auf einen Sessel oder Hocker gesetzt hat. Einfach unkompliziert für den täglichen Gebrauch.



Und so stattet Quinze & Milan mit seinem erfrischend einfachen, aber unkonventionellem Kunststoff-Design Hotel-Lobbies wie im Kopenhagener Hotel Fox, Luxusyachten, Restaurants oder Showrooms aus. Die rund sechzig Mitarbeiter von Quinze & Milan – vom jungen Designerteam als Denkwerkstatt bis zur Produktion – stehen nicht still, sondern entwerfen und entwickeln stets neues, weitreichenderes Möbel-Design - nicht im italienischen Milan, sondern in Flandern: »Alle Möbel sind Statements, die jeden anregen sollen, seine eigene Geschichte zu erzählen, eine eigene Realität zu träumen und zu gestalten.«



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