Piero Bottoni

Piero Bottoni
1923 Promotion in Mailand; Professor für Entwerfen an der ABA ebd. Beginnt als Mitarbeiter im Atelier von Piero Portaluppi und Marco Semenza.
1928 Teilnahme an Wettbewerben auf der 1. Espos. ital. di archit. razionale in Rom und Gewinn des Wettbewerbs für einen Brunnen auf der Piazza della Scala.
1930 Mitbegründer des Movimento ital. per l'archit. razionale (MIAR). Teilnahme am 3. Congrès internat. d'archit. mod. (CIAM), zum italienischen Delegierten gewählt (bis 1949). In dieser Zeit erste Arbeiten als Innenarchitekt;
1930 Preis auf der IV. Triennale in Monza für seinen Entwurf einer Küchenausstattung in der "Casa
Elettrica". Lebt zeitweise in Oberursel bei Frankfurt am Main, um seine Kenntnisse der deutschen Architektur zu vertiefen. Danach in Paris bei verschiedenen Architekten. Nach Italien zurückgekehrt, gewinnt er den Wettbewerb für Generalbebauungspläne von Verona (1932), Piacenza (1933) und Como (1934).
1933 Mitbegründer der Architekturzeitschrift "Quadrante".
1932 (in Zusammenarbeit mit E.A. Griffini, E. Faludi und G. Manfredi) Teilnahme am Wettbewerb für ein Wohnviertel im Bezirk S.Siro in Mailand.
1933 Musterprojekte für preiswerten Wohnungsbau und Ferienwohnungen auf der V. Triennale in Mailand, wobei er standardisierte Einzelteile verwendet.
In diesen Jahren überwiegen Einfamilienhäuser (u.a. Villa Strologo in Livorno, Villa Davoli in Reggio Emilia, beide 1934; Umbau der Villa Muggia in Imola, 1935-38, zusammen mit M.Pucci). Alle diese Bauvorhaben zeigen die enge Verbindung mit der rationalistischen Architektur.
1936 zusammen mit F. Natali und M. Pucci beauftragt, für die VI. Triennale in Mailand die Städtebau-Ausstellung zu organisieren.
1936-37 beteiligt am Generalbebauungsplan für Conca Breuil im Aosta-Tal unter der Leitung von Adriano Olivetti.
1938 zusammen mit M. Pucci Projekt preiswerter Wohnsiedlungen im Umland von Mailand (wegen des Krieges nicht realisiert).
1940 mit anderen Mailänder Architekten Auftrag für die Planung von vier Satellitenstädten für Arbeiter in der Umgebung von Mailand.
Erarbeitet 1944/45 mit anderen Vertretern des Mailänder Rationalismus den Plan A.R. für Mailand.
1945 vom Comitato di liberazione naz. Alta Italia zum außerordentlichen Kommissar der Mailänder Triennale ernannt, in deren Rahmen er sich mit der Schaffung des neuen Wohnviertels Quartiere Ottava Trienn. (QT8) am Rande Mailands befaßte, das eines der zukunftweisenden Wohngebiete am Stadtrand werden sollte (1946-50 mit Hochbauten erweitert, die die Bebauungsdichte erheblich steigerten; 1953 endgültig überarbeitet für 20000 Bewohner mit Parkanlage und künstlichem Hügel).
In den 50er Jahren beschäftigte sich Bottoni vor allem mit Niedrigkosten-Wohnungen. So errichtete er zahlreiche Bauten für das Istituto Naz. delle Assicurazioni (INA), z.B. das Haus in der Via Novara (1952), zwei jeweils 120 m lange Wohnblocks (zusammen mit M. Morini und C. Villa), 1953-58 den 19-stöckigen Bau am Corso Sempione und 1956-57 die Häuser im Viertel Comasina in Mailand (mit P.Lingeri).
Danach Mitarbeiter an verschiedenen Generalbebauungsplänen, so für Siena, Senigallia und Mantua (1956) sowie Verbania (1964).
Zu den bedeutendsten Arbeiten der letzten Jahre gehören die Rekonstruktion der Casa Minerbi und des Pal. Renata di Francia (jetzt Sitz der Universität) und das Rathaus in Sesto San Giovanni bei Mailand (1967).
Daneben intensive Lehrtätigkeit: seit 1950 Dozent für Städtebau an der ingenieurwissenschaftlichen Fakultät in Triest und für Architektur an der Fakultät in Mailand, 1967-71 Lehrstuhl für Städtebau. Seit 1953 Mitglied des Nationalrats der INU, in Mailand 1956-64 Stadtrat der Kommunistischen Partei Italiens.




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